BlogZeit - Insider-News aus der Reisebranche.

Lapplandreise Intensiv – Ein Winterabenteuer

Mit dem Rentierschlitten auf Lapplandreise

Mit dem Rentierschlitten auf Lapplandreise.
Foto: ツゥNutti Sテ。mi Siida AB

Eine Lapplandreise, die ihresgleichen sucht: Der Titel „Lapplandreise intensiv“ ist Programm. Nie zuvor ist es gelungen, die samische Kultur und das tagtテ、gliche Leben der letzten Urbevテカlkerung Europas in dieser Weise Reisenden zugテ、nglich zu machen. Es ist ein einmaliges, authentisches Abenteuer, das den Gテ、sten beide Lebensweisen der Samen nテ、herbringt: die traditionelle und die moderne. Die samische Bevテカlkerung im Norden Schweedens lebt heute noch eng verbunden mit der Natur. Ihre Fortbewegungsmittel sind nach wie vor der Rentierschlitten, aber auch das Schneemobil. Zur Jagd, aber auch um die Weidegrテシnde ihrer Herden zu besuchen, fahren Sie so durch die Wテ、lder und テシber die zugefrorenen Sテシmpfe. Auf dieser Lapplandreise kann man all dies hautnah miterleben.

テ彙ernachtung im Icehotel und Ponyreiten

Gleich zu Beginn der Winterreise „Lappland intensiv“ geht es raus in die Natur. Auf dem Rテシcken von Island Ponys suchen wir nach Elchen. Gerade im Winter sind ihre Weidemテカglichkeiten rar und unser erfahrener Wildnisfテシhrer weiテ genau, wo er die Kテカnige der schwedischen Wテ、lder antreffen kann. Tatsテ、chlich, schon nach kurzer Zeit sehen wir eine einzelne Elchkuh auf der Suche nach Futter. Ihre Grテカテ歹 ist beeindruckend, uns aber ignoriert sie, nachdem sie sich vergewissert hat, dass von uns keine Gefahr ausgeht. Auf unserem Ausritt sehen wir auch einige Schneehテシhner, die hier sogar recht hテ、ufig vorkommen und denen wir auf unserer Lapplandreise noch テカfter begegnen werden. Das Reiten auf den gutmテシtigen Ponys ist fテシr mich ungewohnt und ich freue mich schon auf das Mittagessen.

Das Highlight des Tages ist aber trotzdem etwas von Menschen Gemachtes, das zwar seine Wurzeln in der samischen Tradition hat, in dieser Form aber nur auf den Menschen des 21. Jahrhunderts zugeschnitten ist: Das berテシhmte Icehotel, dessen Besichtigung auf keiner Lapplandreise fehlen darf. Wir テシbernachten hier sogar. Das Abendessen ist sicherlich lecker, aber die meisten von uns sind schon vor der Nacht in einem Eiszimmer recht aufgeregt. Kテカnnen wir テシberhaupt schlafen? Werden wir frieren? Nichts davon ist der Fall. Wir schlafen nach unserem Ausritt in der freien Natur sogar recht gut, die Betten sind bequem und gemテシtlich und die Ausrテシstung ist von allererster Qualitテ、t. Es ist schon ein besonderes Erlebnis dieser Lapplandreise in diesem Raum ganz aus Eis mit samischen Eisskulpturen und anderen Artefakten zu schlafen. Davon werden wir alle sicherlich noch lange berichten.

Das Icehotel ist in Jukkasjテ、rvi, einem kleinen, lebhaften samischen Ort. Am Vormittag erkunden wir es und erfahren im samischen Besucherzentrum ein Menge テシber das Leben, das Handwerk und die heutige Lage der Einwohner. Ich bin erstaunt, wie die Samen ihre traditionellen Werte und ihre Mystik mit dem modernen Leben verbinden, ohne dabei ihre Wurzeln zu verlieren, wie wir auf unserer Lapplandreise immer wieder sehen. Das Mittagessen in Form von samischen Tappas zeigt uns, was die samische Kテシche alles kann. Dem Klima und der Fauna geschuldet steht Rentier und Elch im Vordergrund der Speisen.

Mit dem Rentierschlitten auf Lapplandreise

テ彙ernachtung im Rentier-Camp

テ彙ernachtung im Rentier-Camp auf unserer Lapplandreise
Foto: ツゥ Nutti Sテ。mi Siida AB

Am Nachmittag werden wir auf das Kommende unserer Lapplandreise vorbereitet. Wir lernen, wie man einen Rentierschlitten fテ、hrt. Wie schon zuvor sind wir natテシrlich bestens ausgerテシstet und die Kテ、lte – immerhin sind es 13 Grad Celsius unter Null – merken wir in unseren dicken Thermo Overalls und den warmen Stiefeln テシberhaupt nicht. Auテ歹rdem ist es eine sehr trockene Kテ、lte. Die Rentiere sind gewテカhnungsbedテシrftig mit ihren langen, ungleichmテ、テ殃gen Geweihen scheinen sie mir nicht gerade die Hellsten zu sein. Aber sie sind sehr gutmテシtig und denken eigentlich den ganzen Tag nur ans Fressen. Unser Guide auf dieser Lapplandreise zeigt uns mit unendlicher Geduld, wie wir die Tiere einschirren und vor den Schlitten spannen – und wenn sie diesen dann ziehen, wie wir die Tiere lenken. Eigentlich ist das gar nicht so schwierig und das Tempo ist auch gemテ、chlich. Nicht zu vergleichen mit dem Radau, mit dem sich Hundeschlittengespanne テシber den Schnee begeben.

Wir verbringen heute auch die erste Nacht im Rentier-Camp. Dass die Hテシtten keine Waschgelegenheit haben und wir zur Toilette einige Schritte durch die Natur mテシssen, hat uns zu Beginn unserer Lapplandreise schon ein wenig abgeschreckt. Beim Betreten der gemテシtlichen Rテ、ume konnten wir es uns aber gar nicht mehr anders vorstellen. Das gehテカrt alles zum Abenteuer, sage ich mir. Und so ist es! In der Sauna lernt sich die kleine Gruppe besser kennen und wir genieテ歹n den Abend.

Am nテ、chsten Morgen, gleich nach dem Frテシhstテシck, wird es sportlich: Jeder muss sein Rentier mit dem Lasso einfangen. Unser Guide zeigt uns wieder mit seiner unerschテカpflichen Geduld, wie es geht. Und hilft ein bisschen mit… Und dann geht es los: Erst ein Stテシckchen durch den Wald und dann テシber eine freie Flテ、che. Wir erfahren, dass wir gerade テシber einen Sumpf fahren. Es besteht kein Zweifel, dass dieser bei den Temperaturen zugefroren ist. Wieder kreuzen Elche den Weg und unser Wildnisfテシhrer zeigt uns die Vielfalt der Flora und Fauna. Auf dieser Lapplandreise gibt es wirklich viel zu lernen. Zu Mittag wird ein Feuer angefacht, an dem wir unser Picknick genieテ歹n.

Aufregend wird auch die Nacht im Lテ。vvu, dem samischen Zelt. Meine vierjテ、hrige Tochter wテシrde Tipi sagen und nach Indianern Ausschau halten. Das Zelt ist erstaunlich schnell durch ein Feuer behaglich warm, auch wenn es stark nach Rauch riecht, und auch die roh gezimmerten Betten aus Fichtenテ、sten mit Rentierfellauflage scheinen gemテシtlich. Gemeinsam bereiten wir heute das Abendessen und unser samischer Freund erzテ、hlt uns viel テシber das Leben mit der Natur. Sein Englisch ist テシbrigens hervorragend und immer wieder hilft er auch mit deutschen Vokabeln nach. Die Nacht ist klar und pテシnktlich vor dem Zubettgehen wabern erst milchig weiテ歹, dann grテシne Schlieren テシber den Himmel. Es ist mein erstes Nordlicht, das ich sehe, und ich bleibe lange in der Kテ、lte vor dem Zelt stehen. Kein fremdes Licht stテカrt den Blick in den Himmel und die Sterne leuchten in einer Intensitテ、t, die ich aus Deutschland nicht kenne. Auch heute war die Befテシrchtung, wテ、hrend unserer Lapplandreise in der Wildnis nicht schlafen zu kテカnnen, vテカllig aus der Luft gegriffen. Ich schlafe wie ein Bテ、r. Der Schutz durch die Gruppe und unseren kompetenten samischen Freund macht es mテカglich.

Hundeschlitten und Motorscooter

Der nテ、chste Tag verlテ、uft テ、hnlich wie der letzte. Gegen Nachmittag nテ、hern wir uns wieder dem Rentier-Camp und mein Tier scheint das zu merken. War das Tempo bisher doch eher gemテ、chlich, rauscht die Landschaft auf unserer Lapplandreise plテカtzlich nur so an mir vorbei. So schテカn der Ausflug in die Wildnis war, so gut ich meinen Gedanken nachhテ、ngen konnte, so sehr freue ich mich nun wieder auf elektrisches Licht, eine Heizung und eine Sauna. Am nテ、chsten Tag unserer Lapplandreise gibt es noch einen Ausflug mit einem Hundeschlitten durch das eindrucksvolle Torne Tal. Unter anderen Umstテ、nden wテ、re dies fテシr mich ein Highlight gewesen. Nach dem Erlebnis mit den Rentieren ist es einfach nur nett. Die Geschwindigkeit ist natテシrlich viel hテカher, die Hunde sind aber wesentlich schwieriger zu handeln als unsere gutmテシtigen Rentiere. Am Nachmittag nehme ich mir eine Auszeit, wテ、hrend die anderen aus unserer Lapplandreise-Gruppe gemeinsam eine Schneeschuh-Wanderung unternehmen. Mir soll es recht sein.

Nordlicht auf der Lapplandreise

Nordlicht
Foto: ツゥ Nutti Sテ。mi Siida AB

Schneemobile sind in Lappland das alltテ、gliche Fortbewegungsmittel der Einwohner. Manchem Mitteleuropテ、er scheint es unvorstellbar zu sein, durch die teilweise unberテシhrte Natur, mit einem knatternden und stinkenden Motorschlitten zu fahren. Auch ich achte ja doch auch auf Nachhaltigkeit in dem, was ich tue. Aber auf dieser Lapplandreise scheint das ganz normal und ich habe keinerlei schlechtes Gewissen, zusammen mit meinem Reisepartner durch die Schテカnheit der samischen Natur zu fahren. Am Nachmittag geht es in den Abisko Nationalpark und mit dem Sessellift zur Aurora Sky Station. Der Ausblick in der Abenddテ、mmerung ist grandios und das gemeinsame Essen, diesmal als 3-Gテ、nge-Menu mit hohem Anspruch, steht in Gegensatz zur „Wildniskテシche“ der letzten Tage. Und dann ist da noch das Nordlicht, das wir wテ、hrend der ganzen zeit durch die groテ歹n Fenster beobachten.

Sテ。pmi/Lappland. Diese Lapplandreise ist wirklich das letzte Abenteuer in Europa!

Haben Sie auch schon Erfahrung in Lappland/Sテ。pmi sammeln kテカnnen? Berichten Sie uns doch davon. Alle unsere Lapplandreisen finden Sie hier!

 


テ彙er den Autor

Klaus Becker

In Tromsテク schon mal den Bus zum Schiff verpasst und richtig viel Spaテ bei einer samischen Familie gehabt, in Schottland schon mal versucht, alle Malt Whiskys zu probieren. Im echten Leben aber Geschテ、ftsfテシhrer und Blogger mit Leidenschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht verテカffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ZeitRテ、ume - ZR-Reisen Individual UG (haftungsbeschrテ、nkt) Impressum - Datenschutz