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Digital Detox im Urlaub: Wie Sie auf Reisen richtig abschalten

Gastbeitrag von Karoline Mohren

Das Smartphone, unser stテ、ndiger Begleiter. Bild: shutterstock/FOUR.STOCK
Das Smartphone, unser stテ、ndiger Begleiter. Bild: shutterstock/FOUR.STOCK

Na, wie mテカgen Sie Ihren Urlaub am liebsten? Fernab Ihres Alltags Neues entdecken, aber auch die Seele baumeln und es sich gut gehen lassen?

Damit sind Sie nicht allein: Die meisten sagen, dass sie sich im Urlaub mal richtig erholen und entspannen wollen. Sie wollen raus aus dem stressigen, durchgetakteten Joballtag, in dem stテ、ndig das Telefon klingelt, eine E-Mail aufploppt und das Handy blinkt. Sie wollen weg vom Multitasking, loslassen, entschleunigen. Endlich Zeit und Aufmerksamkeit haben. Fテシr sich, fテシr Menschen, die ihnen wichtig sind, und fテシr fremde Lテ、nder, Kulturen und Abenteuer.

Weil eben jeder Augenblick zテ、hlt, wie es bei ZeitRテ、ume Reisen so schテカn heiテ殳. Doch es gibt einen Reisebegleiter, der Ihnen solche Augenblicke ordentlich vermiesen kann: das Smartphone. 87 Prozent aller Deutschen nehmen es mit in den Urlaub, damit sie nichts verpassen. Sie rufen berufliche E-Mails ab, beantworten im Minutentakt Nachrichten von Daheimgebliebenen oder checken ihren Social-Media-Feed. Und merken am Reiseende: Erholung geht anders. Und ja, so richtig angekommen in ihrem Urlaubsland sind sie irgendwie auch nicht.

Dann ist es nicht nur schade um die Reise, das Geld und die Zeit. Sondern vor allem um die Chance, mehr im Hier und Jetzt zu sein und wirklich mal abzuschalten. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Falls Sie nun denken: 窶杆as? Mein Handy den ganzen Urlaub lang abschalten? Oder ganz daheim lassen? Das geht nicht!窶 窶 keine Panik! Sie mテシssen auch auf Reisen nicht komplett darauf verzichten. Aber meine Erfahrung ist: Wenn Sie Ihr Handy genauso intensiv wie zuhause nutzen, bringen Sie sich wahrscheinlich nicht nur um die Erholung, sondern auch um die schテカnsten Urlaubsmomente. Und fテシr die fahren Sie ja schlieテ殕ich weg.

Abschalten, ohne komplett aufs Handy zu verzichten: So klappt窶冱!

"Nur mal schnell die Mails checken..." - Entspannung geht anders! Bild: shutterstock/Extarz
„Nur mal schnell die Mails checken…“ – Entspannung geht anders! Bild: shutterstock/Extarz

Wenn Sie sich also wテシnschen, im Urlaub so richtig abzuschalten, dann テシberlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie das Ganze umsetzen mテカchten. Denn wenn Sie gut vorbereitet in Ihr (zumindest zeitweises) Offline-Reiseabenteuer starten, haben Sie vor Ort viel weniger Stress.

Wie kann das also aussehen? Ich habe da ein paar Vorschlテ、ge fテシr Sie:

Machen Sie sich bewusst, was Ihnen wichtig ist

Je genauer Sie wissen, auf was es Ihnen ankommt, desto mehr achten Sie darauf, dass Sie sich Ihre Wテシnsche auch erfテシllen. Fragen Sie sich zwischendurch ruhig mal: Warum bin ich hierher gereist? Mache ich gerade das, was ich wirklich will? Besonders dann, wenn Sie zum Smartphone greifen wollen.

Sagen Sie, dass Sie nicht (stテ、ndig) erreichbar sind

Wenn Sie vorab alle informieren, die es angeht, wird Ihr Vorhaben verbindlicher. Auテ歹rdem wissen Chefs, Kollegen, Familie und Freunde dann, dass Anrufe oder Nachrichten nur in dringenden Fテ、llen erwテシnscht sind (klテ、ren Sie eventuell auch, was Sie unter 窶枦ringend窶 verstehen). Das nimmt Ihnen den Druck, reagieren zu mテシssen.

Es schadet im テ彙rigen auch nicht, wenn Sie mit Ihren Reisepartnern vereinbaren, dass alle weniger digital unterwegs sind. Gehen Sie es ruhig spielerisch an, indem zum Beispiel derjenige, der beim Abendessen zuerst aufs Smartphone schaut, eine Runde ausgeben muss.

Nutzen Sie Alternativen zum Smartphone

Nutzen Sie テカfter wieder eine Digitalkamera statt Ihr Smartphone! Bild: shutterstock/Ocskay Bence
Alleskテカnner Smartphone. Bild: shutterstock/Ocskay Bence

Ich weiテ, eigentlich sind MP3-Player, Digitalkamera, Notizblock oder Buch inzwischen テシberflテシssig und nehmen unnテカtig Platz im Koffer weg. Aber sie bieten Ihnen einen entscheidenden Vorteil: Wenn Sie sie benutzen, konzentrieren Sie sich auf eine Sache. Nutzen Sie Ihr Smartphone, wird es nicht beim Fotografieren oder Lesen bleiben: Andere Apps werden nach Ihrer Aufmerksamkeit rufen 窶 und schwupps verbringen Sie mit ihnen mehr Zeit als geplant.

Fテシr Mutige: Nehmen Sie nur ein Notfallhandy mit

Falls Sie noch ein altes Handy von frテシher besitzen, speichern Sie alle wichtigen Nummern ein und lassen Sie Ihr Smartphone zuhause. Dann sind Sie fテシr Notfテ、lle gerテシstet, kommen aber nicht in Versuchung, ins Internet zu gehen und dort Ihre wertvolle Urlaubszeit zu verschwenden.

So nehmen Sie etwas Digital Detox fテシr Ihren Alltag mit

Wenn Sie eine wunderbare Reise mit digitaler Auszeit verbracht haben, lassen Sie sich davon fテシr Ihren Alltag inspirieren. Denn auch wenn Urlaub kein Alltag ist, kテカnnen Sie dennoch daraus etwas fテシr Ihr digitales Leben mitnehmen.

Zum Beispiel kann Ihnen die Erkenntnis, dass ohne WLAN und stテ、ndige Erreichbarkeit die Welt nicht untergeht, dabei helfen, sich auch im 窶柤ormalen窶 Leben ohne schlechtes Gewissen Auszeiten zu gテカnnen, in denen Sie bewusst nicht erreichbar sind.

Vielleicht haben Sie auch in Ihrem Urlaubsland festgestellt, dass Sie viel mehr Details und Sinneseindrテシcke wahrgenommen haben als sonst. Bewahren Sie sich diesen neugierigen Blick fテシr die vermeintlich alltテ、glichen Dinge und entdecken Sie sie neu.

Und wenn Sie auf Ihrer Reise stille Momente genossen haben, in denen Sie einfach mal nichts getan haben, dann finden Sie diese Augenblicke vielleicht auch in Ihrem Alltag und kテカnnen Sie wertschテ、tzen, anstatt aus Langweile zum Handy zu greifen.

Digital Detox im Urlaub macht Sie leider nicht immun fテシr die tテ、glichen digitalen Verfテシhrungen und kuriert auch keine Handyabhテ、ngigkeit. Aber das Gefテシhl der Freiheit und der Selbstbestimmung, das Sie im Urlaub ohne Ihr Smartphone erleben dテシrfen, motiviert Sie womテカglich dazu, Ihre digitalen Gewohnheiten zu hinterfragen und テ、ndern zu wollen.

Falls Sie sich dafテシr Anregungen und Begleitung wテシnschen, dann schauen Sie gern auf meinen Blog www.karolinemohren.de oder werfen Sie einen Blick in mein Digital-Detox-Journal 窶曵ch bin dann mal analog!窶.

Ich bin dann mal analog. Das Digital-Detox-Journal von Karoline Mohren. Jetzt auf buch7.de bestellen.

テ彙er die Autorin

Als freie Journalistin, Texterin und Bloggerin findet Karoline Mohren seit vielen Jahren fテシr sich und andere die passenden Worte. Dass sie derzeit auf dem Land lebt, ist kein Zufall: Wie in ihrer analogen Kindheit findet sie hier an der Seite ihrer Hテシndin die Stille, die sie zum Leben und Arbeiten braucht.

Auszeiten von der permanenten Reizテシberflutung sind Teil ihrer Digital-Detox-Strategie, die sie seit 2017 auf ihrem Blog unter dem Motto 窶朞ein Herz schlテ、gt analog窶 mit ihren Lesern teilt und weiterentwickelt. Ende 2018 erschien im frechverlag mit窶曵ch bin dann mal analog!窶 ihr Mitmachbuch fテシr alle, die ihre digitalen Gewohnheiten hinterfragen und テ、ndern mテカchten.

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