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Lofoten: Durchatmen an der Nordspitze Norwegens

Ein kleines Dorf mit roten Fischerhütten auf den Lofoten, umgeben von blauen Fjorden und zum Teil schneebedeckten Bergen.
Ein kleines Dorf auf den Lofoten. Bild: Shutterstock

Steile Berge, türkisblaue Fjorde, verträumte Buchten, pittoreske Fischerdörfer: Hoch oben im Nordmeer – etwa 200 Kilometer nördlich des Polarkreises – geht naturverbundenen Menschen das Herz auf. Wer unverfälschte Wildnis mit Haut und Haaren spüren will, findet auf den Lofoten sein Eldorado. Die norwegische Inselgruppe zieht Naturliebhaber und Aktivurlauber gleichermaßen in ihren Bann. Gemütliche Wanderungen, Angelausflüge, Skifahren und sogar Surfen – auf den Lofoten ist nichts unmöglich. Lesen Sie hier, was den Charme des ruppigen Archipels ausmacht.

Sich frei wie ein Adler fühlen

Lautstarkes Kreischen unterbricht die Stille an den Hängen des 940 Meter hohen Vagakallen. Ein majestätischer Seeadler segelt über das atemberaubende Bilderbuchpanorama hinweg. Die Gewässer rund um das imposante Bergmassiv bieten dem Greifvogel mit dem braunen Gefieder reichlich Nahrung. Seeadler sind ein Markenzeichen der Lofoten. Ihr Anblick wird bei Ihnen tiefe Freiheitsgefühle wecken. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,40 Metern kreisen sie über der zerklüfteten Bergkulisse, die mancherorts nahezu senkrecht in den Atlantik abfällt. 

Fast fühlt man sich hier – deutlich oberhalb des Polarkreises – an die Alpen erinnert. Die oft mit einer Schneeschicht überzogenen, Wetter und Wind bestimmenden Gipfel prägen das Antlitz der Lofoten. Gut 80 Inseln (!) zählt der Archipel im Europäischen Nordmeer. Von der norwegischen Westküste durch den sattblauen Vestfjord getrennt, sorgt die Inselgruppe für akute Fernwehgefahr. Denn die wohltuende Einsamkeit, gepaart mit unberührter Wildnis und maritimer Stockfisch-Idylle, machen die Lofoten zu einem Sehnsuchtsziel.

Das Postkartenmotiv der Lofoten

Blick auf ein Fischerdorf mit roten Hütten auf den Lofoten vom Wasser aus.
Blick auf ein Fischerdorf der Lofoten vom Wasser aus. Bild: Shutterstock

Dafür sorgen schon die knallroten Fischerhütten, die sich ausgesprochen malerisch zwischen engen Meeresbuchten und hohen Felsen platziert haben. Die windschiefen Häuschen auf Pfählen beherbergen einen etwas spröden Menschenschlag, der das Herz am rechten Fleck trägt. Der Fischfang (Hering, Dorsch) ist seit eh und je die Haupteinnahmequelle der Einheimischen. In riesigen Aquafarmen werden Lachse gezüchtet. Rund 24.000 Bewohner bevölkern die Lofoten. Die größten Eilande sind durch Brücken bzw. Tunnel verknüpft – eine Meisterleistung der Ingenieure.

Bei Bootstouren kann man den Charme der bunten Fischerdörfer vom Wasser aus erleben. Und sich darüber freuen, dass die karge Insellandschaft wieder von Bäumen durchzogen ist. Ein großer Erfolg, mussten doch viele Wälder in den vergangenen Jahrhunderten dem Menschen weichen. So machten die Wikinger für den Bau ihrer Siedlungen mit dem Baumbestand kurzen Prozess. Ein Tipp: Im Lofotr Wikingermuseum können Sie dem Leben der legendären Vollbart-Seefahrer auf den Zahn fühlen.

Surfen am 68. Breitengrad Nord

Ein Surfer in den Wellen des Atlantiks bei den Lofoten. Im Hintergrund schneebedeckte Berge.
Der Atlantik rund um die Lofoten bieten beste Surfbedingungen. Bild: Shutterstock

Der Atlantik präsentiert sich rund um die Lofoten von seiner stürmischen Seite. Die aufgewühlte See und der Gezeitengang drängen die Wassermassen zwischen den Inseln hindurch. Von einigen gefährlichen Strudeln abgesehen ideale Surfbedingungen! Sie haben richtig gelesen: Die Lofoten sind Norwegens Paradies für Surfer. Und eines der weltweit nördlichsten Surfgebiete überhaupt. Den Outdoor-Unternehmungen sind hier ohnehin keine Grenzen gesetzt – ob Paddeln auf dem Trollfjord, Skifahren auf den Felsplateaus oder Baden am feinen Sandstrand.

Wer es gemächlicher mag, kann die kontrastreiche Berg-Tal-Küstenlandschaft erwandern. Auf Schusters Rappen geht Ihnen die wildromantische Schönheit der Lofoten besonders ans Herz. Die teils außergewöhnlichen Lichtverhältnisse (eine Inspirationsquelle für unzählige Künstler) sorgen für echte Gänsehautmomente. Frieren muss man dabei aber nicht; hier ist es bei Weitem nicht so kalt wie in anderen Regionen desselben Breitengrades. Auf abrupte Wetterwechsel sollten Sie bei Ihren Touren auf den gut beschilderten Wanderwegen gefasst sein.

Petri Heil auf den Lofoten

Mehr Entschleunigung geht nicht. Beim Angeln ist man mit sich und der Welt im Reinen. Die Bedingungen sind auf den Lofoten zum Zungeschnalzen. Mit etwas Geduld macht hier jeder seinen Fang. Wer sich dennoch nicht für einen Angelausflug erwärmen kann, aber Frischfisch über alles liebt: Zahlreiche Restaurants locken mit Delikatessen aus Meer, See und Fjord. So auch in Svolvaer, der mit rund 4000 Bewohnern einzigen Stadt des Archipels. Hier finden Sie Galerien mit Werken, die das Licht der Lofoten künstlerisch eingefangen haben.

Lofoten bildet die größte Inselgruppe im Königreich. Einem Flickenteppich gleich ragen die 80 Eilande keck aus den Fluten. Die einzige Verbindung zum Festland ist die Lofast-Straße. Eine Fahrt ist ein Festival für alle Sinne, denn es geht durch menschenleere Landstriche voll abenteuerlicher Schönheit. Bei jeder Rast heißt es: Innehalten, tief durchatmen und genießen. Auf unserer Norwegen Mietwagen-Rundreise „Inselzauber Lofoten und Vesteralen“ können Sie das in die Praxis umsetzen!

Der Nachthimmel im Bann der Jahreszeiten

Zwei Himmelsspektakel sind zusätzliche Anreize, sich auf den Weg in den hohen Norden zu machen. Mit Beginn des Wonnemonats Mai strahlt die Mitternachtssonne vom Firmament und taucht den Archipel bis weit in den Juli in eine göttliche Stimmung. Völlige Dunkelheit: Fehlanzeige. Winterzeit ist hingegen Polarlicht-Zeit. Der wilde Tanz der farbenfrohen Nordlichter startet bereits im September. Die Chancen das Phänomen beobachten zu können, sind auf den Lofoten ausgesprochen gut. Das Infozentrum in Laukvik erklärt Ihnen, wie Polarlichter entstehen. Auf unserer Norwegen Winterreise „Winterzauber Lofoten und Vesteralen“ haben Sie die Möglichkeit, dieses Spektakel zu erleben.

Norwegens Norden punktet mit ungezähmter Wildnis und purer Entspannung. Die wohltuende Aura, die die Lofoten-Inseln umgibt, ist kaum zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Naturlandschaft und Magie, aus Meeresluft, Fischreichtum und Freiheitsgefühl, die schon das Wikingervolk hier sesshaft werden ließ. Eins sein mit der Natur: Auf den Lofoten wird dieses große Versprechen eingelöst.

Unsere Rundreisen nach Norwegen finden Sie hier.

Vielen Dank für die Texterstellung und Unterstützung an Herrn Ronny Reißmüller https://www.die-textarbeiter.de/


Über den Autor

Klaus Becker

In Tromsø schon mal den Bus zum Schiff verpasst und richtig viel Spaß bei einer samischen Familie gehabt, in Schottland schon mal versucht, alle Malt Whiskys zu probieren. Im echten Leben aber Geschäftsführer und Blogger mit Leidenschaft.

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